Breather
2010, Blue Rose Records BLU DP0509 LP+CD Blue Rose Records BLU LP0509
Blue Rose Records präsentiert Hank Shizzoes neues Album "Breather". Es ist sein elftes Werk seit 1994. Coole Songs, deftige Slidegitarren, fette Grooves, Gesang in drei verschiedenen Sprachen und eine Stimme, die nur noch besser wird.
"Breather" bietet zwölf brandneue Studiotracks, davon acht Eigenkompositionen. Die Auswahl der Covers zeigt Hank Shizzoes breites musikalisches Spektrum: Adriano Celentanos "Svalutation" (im Original 1976 veröffentlicht) betrachtet die Wirtschaftskrise von unten. Der Text hätte letzte Woche geschrieben werden können… Diese krachende Coverversion ist Hanks erster Song in italienischer Sprache. Als ob das nicht genügen würde, gibt es auf "Breather" auch ein Lied in Französisch: Jacques Dutroncs "Et moi, et moi, et moi" (1966) kombiniert einen witzigen, cleveren Text mit der europäischen Version eines Bo-Diddley-Beats. Die dritte Coverversion nimmt uns mit nach Kalifornien, wo der berufene Exzentriker David Lindley augenzwinkernd über die männliche Anatomie im Rentenalter schreibt: "When A Guy Gets Boobs" ist ein rumpelnder, dreckiger Texas-Boogie mit phänomenaler Slidegitarre. Und dann ist da noch "One Cup Of Coffee And A Cigarette", geschrieben vom obskuren Rockabillysänger Jerry Irby. Hank Shizzoe fand diesen Song in Bob Dylans famoser Radiosendung "Theme Time Radio Hour" und wusste sofort, dass er ihn interpretieren wollte, "weil der Song Spass macht und wir in einer Zeit leben, in der die Obsession mit Gesundheit zur neuen Religion wird."
Der erste Song des Albums, "Two Ways Of Running", vermischt rythmische Einflüsse aus Mali mit einem Sufigedicht von Jelaluddin Rumi und zeigt Hank Shizzoes Können auf der Slidegitarre wohl so gut wie noch nie zuvor. "Shaker", die einzige "richtige" Ballade auf "Breather", ist ein Duett mit der grossartigen irischen Sängerin Shirley Grimes. "Recession Blues" und "Safe New World" kommentieren die Wirtschaftskrise und den Technologiewahn der westlichen Welt – tanzbar und groovy. "Only In America" entstand kurz nach dem Tod Michael Jacksons im Sommer 2009. Hank Shizzoe: "Die Berichterstattung im Fernsehen war widerwärtig. Journalisten interviewten andere Journalisten und gaben Plattitüden von sich. Dazu Livebilder eines goldenen Sarges in einer Arena. Zur selben Zeit trat Sarah Palin als Gouverneurin von Alaska zurück und gab eine dadaistische Pressekonferenz. Ich dachte darüber nach, wie traurig es ist, dass diese einst grosse Nation derart verblödet." In "Not In Vain" gräbt Hank seine Blueswurzeln aus. "I Still Want You" ist ein stampfender Rocker, der für sich selbst spricht. "Split The Loot" begann als kleine Hawaiimelodie auf der Lap Steel. Niemand im Studio sah einen Grund, diese Stimmung zu ändern.
Hank Shizzoe produzierte, sang und spielte alle Gitarren auf "Breather." Dazu auch Banjo, Bouzouki, Lap Steels, Piano und "hier und dort etwas Orgel." Seine langjährigen Begleiter Michel Poffet und Christoph Beck bedienten Kontrabass und Schlagzeug. Das Album wurde von Oli Bösch gemastert.
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