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Hank Shizzoe
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Low Budget
 

Hank Shizzoe

2001, CrossCut Records CCD 12002
Auch erhältlich auf High Quality Vinyl:
LP CCA 2002 (1 LP 180 gramm + 45rpm Single)

«Hank Shizzoe». Warum? Weil es ein Solo-Album ist. Wörtlich gemeint. Alles Hank solo. Aber nicht einfach mit Folk-Gitarre und guter Laune. Nein, nein. Sondern mit allerlei Spielzeug und vor allem mit vielen Gitarren. Roten, schwarzen, weissen und welchen aus Holz. Es ist also wieder kein House-Album geworden. Und trotzdem kann man zu manchen Songs tanzen.

« Hank Shizzoe» bietet 14 Songs. 13 davon wurden eigens von Thomas Erb geschrieben. Der hat auch wieder produziert. Wenn man das «Produzieren» nennen will. Jedenfalls gibt’s nach all den Erbstücken noch das fabelhafte «Do Not Forsake Me». Das ist der schöne Song aus dem Film «High Noon», geschrieben von Dimitri Tiomkin und Ned Washington. Das Album bewegt sich zwischen Folkblues und Rockpop. Die Songs erzählen von übelriechenden Börsenmaklern, orientierungslosen Cowboys, drittklassigen Geistern, US-Präsidenten, verkniffenen Rappern und verliebten Hanks. Ausserdem treffen wir in einem Sequel zu «Joe Went To the Water» («Walk», 1996) Sally wieder. Sie ist von den Sümpfen weggezogen. Es geht ihr wieder gut.

Das Album «Hank Shizzoe» entstand zuhause. Mit allen dazugehörigen Vorteilen. So war etwa das Catering hervorragend. Die Lounge konnte sich auch sehen lassen. Nach «Plenty Of Time» (1998) boten sich ungefähr zwei Möglichkeiten: Entweder nochmals ein Band-Album, aufgenommen in schönen grossen Holzhäusern. Oder dann etwas ganz Kleines, Privates. Hier ein Mikrophon gekauft und dort acht Tonköpfe installiert. Kleine Verstärker, grosse Sounds. Und viel Platz für die Stimme.

Audio Samples, Info zum Album und die Songkommentare des Autors in der Download Box rechts.

Konsequent.Die eigenen 13 Titel zeigen einen Songwriter, der sich in der Welt der kaputten Typen und Freaks bewegt. Folgerichtig bricht auch die Musik öfter aus dem bisherigen Rahmen aus, eine kratzige Gitarre oder ein polterndes Schlagzeug überraschen den Hörer. Rock Around The Moon (Yeah!) könnte ohne weiteres auf dem aktuellen Johnny-Dowd-Album sein. Hank Shizzoe ist nämlich im alternativen Country angelangt und der intime Charakter der CD läßt an Bands wie Giant Sand oder Grant Lee Buffalo denken. Und für die Zeile 21264 Cowboys And One Lousy Cow werde ich diesen Mann immer lieben. - Blue Rhythm (D)

Diese Tagträumereien von Cowboys und Präsidenten (sowie ein bewegender Appell zu mehr Zivilcourage) brauchen Zeit zum Wachsen, dann geben die relaxten Gitarren/Mundharmonikaklänge ihre versteckten Reize preis. - Stereoplay (D)

Der Schweizer mit der unüberhörbaren Sehnsucht nach weiten Horizonten hat sich fürs vierte Werk ins heimische Wohnzimmer zurückgezogen und ganz getreu dem Motto seines Debüts wieder komplett low budget gearbeitet. (...) Dies ist der Inner City Blues eines Berners mit Humor und Hang zur Absurdität. (...) Und der Meister aller Gitarrenklassen klingt mal wie J.J. Cale, erinnert an Lou Reed, eben an all die großartigen Nichtsänger. - Rolling Stone

 

 

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